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Das Feuerwehrsystem in Oberösterreich lohnt sich zu 1.000%

Andreas Jungbauer am 02. März 2012 - 1345 Zugriffe

imageLINZ. Eine Analyse des NPO Kompetenzzentrums der Wirtschaftsuniversität Wien.
(Quellnachweis Text: OÖ Nachrichten vom 1.3.2012)

Die oberösterreichischen Feuerwehren treten in Vorlage und liefern erstmals eine wissenschaftliche Wirkungsanalyse ihres Handelns, und - im Lichte der Anstrengungen des Landes Oberösterreich zu wirkungsorientierter Verwaltung - eine entscheidende Information.

 

Sicherheit als Grundaufgabe des Staates wird in unterschiedlichsten Formen und für unterschiedlichste Lebensbereiche angeboten. Eine davon ist der Brand- und Katastrophenschutz durch die öffentlichen Feuerwehren. Sie handeln dabei hochprofitabel und bewirken unter anderem:

• Eine jährliche „risikofreie“ Rendite von über tausend Prozent
• Gesamtwirkungen für die Menschenund die Wirtschaft in Höhe von 1,5 Milliarden Euro
• 35 Millionen Euro alleine an Auftragsvolumen für die Wirtschaft
• Verhinderung von Schäden in Milliardenhöhe
• Unschätzbares Sozialkapital unter anderem durch Jugendarbeit, Vermittlung von Kompetenzen, Beiträgen zum Gemeinwohl und  zum Sicherheitsgefühl der Menschen.

Neben diesen Wirkungen wird sichtbar, dass zum Beispiel im Freiwilligenbereich 6,7 Millionen Euro jährlich (davon rund drei Millionen Euro Bargeld) aus Privatmitteln der Feuerwehr-Mitglieder in das System gespeist werden. Es zeigt sich, dass der Input durch die Freiwilligen gleichauf mit jenem der Gemeinden liegt und die Beiträge des Landes vergleichsweise gering ausfallen. Der hohe soziale Nutzen wurde ebenfalls bewertet, wobei seine Dimensionen sicher vorsichtig ermittelt worden sind.
Summa summarum liegt – wohl auch international gesehen – die erste derartige Studie über Wirkung und Wirksamkeit eines Feuerwehrwesens auf der Basis des social return on investment (SROI ) vor.

Leistungen 2011
• 91.703 Mitglieder leisten 5,97 Millionen Stunden
• 9.300 Jugendliche machen sich fit für den Feuerwehrdienst
• 4.078 Frauen sind dabei, wenn es gilt zu helfen
• 50.713 Hilfeleistungen (10.401 Brandeinsätze, 40.312 technische Einsätze)
• 13.210 Feuerwehrschülerinnen und Feuerwehrschüler in Ausbildung
• 3 Millionen Euro wurden beim Feuerwehrhausbau allein im Jahr 2010 gespart
• 11,2 Millionen Euro werden an Eigenmitteln aufgebracht

Qualitäten
• flächendeckender Bevölkerungsschutz
• Verfügbarkeit rund um die Uhr – aus Überzeugung
• an 924 Standorten, immer in der Nähe des Geschehens
• Einsatzbereitschaft innerhalb weniger Minuten
• mit der Möglichkeit tausende Einsätze gleichzeitig abzuwickeln
• mit der Chance, Katastrophen für den Einzelnen zu lindern
• um 11 Cent pro Tag im Freiwilligenbereich
• ein social network zum Angreifen und Erleben
• größtes Jugendzentrums im Land
• ein starkes Gefühl der Sicherheit und des Vertrauens

(Quellnachweis Text: OÖ Nachrichten vom 1.3.2012)

Foto: © FF Baumgartenberg

Aktualisiert (06. März 2012) von Andreas Jungbauer - 1345 Zugriffe