Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Geschichte der Donauhochwässer

Ein Rückblick in der Geschichte der Donauhochwässer zeigt, dass etwa seit dem 11. Jahrhundert Chroniken von katastrophalen Donauhochwässern berichten. In den vergangenen 900 Jahren sind im Donautal ungefähr 150 größere Hochwässer geflutet, von denen etwa 50 sehr großen Schaden angerichtet haben.

Aus dem 11. Jahrhundert gibt es die Kunde von einer verheerenden Katastrophe im Jahre 1012, die viele Menschenopfer forderte, und um in der Sprache des Chronisten zu reden - "mit solcher Heftigkeit auftrat, dass die Bewohner der unglücklichen Gegenden sich keines solchen Jammers erinnerten".

Vom Winterhochwasser im Jahre 1172, welches durch einen Eisstau entstanden sein dürfte, ist überliefert, dass die Orte, welche direkt an der Donau gelegen sind, besonders darunter gelitten haben.

Im 13. Jahrhundert ist das Jahr 1210 zunächst wegen der Juni-Hochflut, der viele Menschen zum Opfer gefallen sind, im höheren Maß aber wegen des nach einem siebentägigen Regen eingetretenen August-Hochwassers, hervorzuheben.

Hochwasser fordert 6000 Menschenleben

Unter den Katastrophenhochwässern der Donau des 14. Jahrhunderts ist insbesondere jenes vom Februar 1342 zu erwähnen, durch das 6.000 Menschen ums Leben gekommen sein sollen.

Auffallend wasserreich war das erste Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts, in dessen Verlauf sieben Hochwasserjahre vermerkt werden. Das schlimmste davon war im Jahre 1402. Die Chronik schildert es mit den Worten "Ein bewegter See schien sich zu lagern und durch 10 Tage hielt sich das Wasser auf gleicher Höhe".

Weiters wird berichtet, dass am 17. Februar 1439 in der Nacht des Aschermittwochs ein Eisstoß die Fluten der Donau über die Ufer trieb und dabei 70 Menschen ertranken.

Verheerend wirkten sich auch die Hochfluten von 1490 und 1499 aus, die mehreren Ortschaften den gänzlichen Untergang brachten.

Himmelfahrtsgieß (1501) größtes bekanntes Hochwasser

Das zweifellos größte Hochwasser, wahrscheinlich des ganzen Jahrtausends, war jenes im August des Jahres 1501. Da der Höchststand mit dem Fest Maria Himmelfahrt (15. August) zusammentraf, ging es als "Himmelfahrtsgieß" in die Geschichte ein. (Die Hochwassermarke können Sie an der nebenstehenden Messlatte ganz oben ablesen.)

Ein verhängnisvolles Eishochwasser im Februar 1573 richtete verheerende Zerstörungen an. Das durch die Eismassen aufgestaute Wasser stand 12 Tage lang auf gleicher Höhe.

Von den zahlreichen Hochwasserereignissen des 17. Jahrhunderts ist insbesondere jenes vom Juli 1670 hervorzuheben. Es dürfte vom Ausmaß her mit den bekannten Hochwässern der Jahre 1954 und 1991 vergleichbar sein.

Vom Hochwasser am 25. Juni 1682 können Sie den Höchststand wieder an der nebestehenden Messlatte ablesen.

Allerheiligengieß 1787

Zwei besonders verheerende Hochwässer des 18. Jahrhunderts sind zu erwähnen: Das erste war im Sommer 1730. Das Machland verwandelte sich in eine Wasserwüste.

Besonders das zweite am 31. Oktober 1787 kann als die größte Hochwasserkatastrophe seit 1501 angesehen werden. Da der Höchststand in Niederösterreich am 1. November eingetreten ist, ist es als "Allerheiligengieß" in die Chronik eingegangen. (Höchststand an der Messlatte)

Auch das 19. Jahrhundert hat seine Donauhochfluten aufzuweisen.

Besonders katastrophal hat sich das Eishochwasser vom Februar 1830 ausgewirkt. Dieses Eishochwasser und das Taufluthochwasser vom 3. Februar 1862 (Messlatte) waren der Anlass für die durchgehende Regulierung der Donau und die Gründung der "Donauregulierungskommission" mit Entschließung vom 8. Februar 1864.

In der Folge gab es noch drei Hochfluten, die alle auf der Messlatte angezeigt werden. Das Hochwasser vom September 1899 war das größte innerhalb der letzten 100 Jahre. Trotz des großen Schadens muss aber hervorgehoben werden, dass günstige Umstände eine noch höhere Flutwelle und damit eine noch größere Katastrophe verhindert haben.

Diese Umstände waren, dass vor allem infolge der verhältnismäßig späten Jahreszeit in den Bergen ein Teil der Niederschläge als Schnee fiel und wegen des trockenen Vorwetters der Boden einen beträchtlichen Teil des Regens aufnehmen konnte.

Hochwässer des 20. Jahrhunderts

Hochwässer des 20. Jahrhunderts

Aus dem 20. Jahrhundert sind jene Hochwässer vom September 1920, Februar 1923, Jänner und Juni 1940 zu erwähnen.

1954 - Eine Katastrophe für unsere Region

Dann kam das Katastrophenhochwasser vom Juli 1954, welches weite Teile des Machlandes überschwemmte. In Baumgartenberg reichte das Wasser bis zur Bahn und unterhalb von Gassolding auch noch darüber. Ab dem Friedhof konnten Mettensdorf und Pitzing nur mehr mit Booten und Zillen erreicht werden. Der gesamte Viehbestand beider Ortschaften mußte evakuiert werden. Einige Häuser fielen in sich zusammen. Gott sei Dank waren keine Menschenopfer zu beklagen. Von den 27 Häusern in Mettensdorf und den 11 Häusern in Pitzing standen alle im Wasser. Beim "Heiml-Häusl" war nur mehr der Dachfirst zu sehen. Mehrere Häuser hatten das Wasser auch im 1. Stockwerk. Die Freiwilligen Feuerwehren standen eine Woche lang Tag und Nacht im Einsatz und leisteten Übermenschliches.

Nach der Katastrophe setzten Hilfsmaßnahmen ein. Die Amerikaner, die noch als Besatzungsmacht in Österreich waren, schickten Hilfslieferungen von Futtermais für die Landwirtschaft. Aussiedlungspläne wurden überlegt und zum Teil verwirklicht.

Elf Jahre später, im Juni 1965, kam das nächste größere Hochwasser, diesmal nicht so hoch, dafür dauerte es drei Wochen lang, und die Landwirtschaft erlitt dabei einen sehr großen Schaden.

Die 70iger Jahre brachten uns drei Hochwässer, wobei jenes vom Juli 1975 besonders zu erwähnen ist.

In der Zwischenzeit wurde die Freiwillige Feuerwehr mit Außenbordmotoren ausgerüstet. Damit wurde das Ausbringen von Hab und Gut sowie das Evakuieren von Mensch und Vieh wesentlich erleichtert.

Das achte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts brachte uns abermals zwei Hochfluten. Am 20. Juli 1981 begann die Donau nach heftigen Regenfällen zu steigen. Zwei Tage später war der Höchststand erreicht. Der Pegel Mauthausen zeigte 826 cm an. Durch die Kraftwerksanlage Wallsee - Mitterkirchen flossen 8.600 m³ Wasser pro Sekunde.

Am 7.August 1985 war es wieder soweit. Die Donau trat aus ihren Ufern und überschwemmte weite Teile des Machlandes. Pegelstand in Mauthausen 768 cm.

1991: Völlig anderer Verlauf

In den ersten Augusttagen 1991 ereignete sich die zweitgrößte Hochwasserkatastrophe des 20. Jahrhunderts hier im Machland.

Bei ungefähr dem gleichen Pegelstand in Mauthausen (823 cm) und der fast gleichen Durchflussmenge wie beim Hochwasser im Juli 1981 war hier im Machland eine um 85 cm höhere Wasserspiegellage als damals festzustellen.

Der Grund dafür dürfte ein erweiterter Querschnitt der Donau beim Pegel Mauthausen und eine unkorrekte Wehrführung beim Kraftwerk Ybbs - Persenbeug gewesen sein.

Die ehemalige Untermühle wurde Anfang der 50er Jahre neu eingerichtet. Nach den Schäden durch das Hochwasser von 1954 wurde der Betrieb eingestellt. Juli 1954

Hochwassereinsatz der Freiwilligen Feuerwehr Baumgartenberg vom 9. bis 22. Juli 1954.

Unterstützt wurde unsere Wehr von den Freiwilligen Feuerwehren Obenberg, St. Thomas/Blasenstein, Allerheiligen, Perg und Pergkirchen. Evakuiert wurden die Ortschaften Mettensdorf, Pitzing, Lehen, Kühofen und Ortsteile von Baumgartenberg.

Beim Hochwasser von 1954 reichte das Wasser bis zur Gleisanlage der Donauuferbahn in Untergassolding (Kesslert). Sieben Personen wurden aus direkter Hochwassergefahr gerettet. 625 Stück Rinder und 979 Stück Schweine wurden in Sicherheit gebracht.

Bei den Häusern Mettensdorf 4 (Ortmayr) und 26 (Lang) reichte der Wasserstand bis in das 1. Stockwerk Als das Wasser zurückgegangen war, wurden mit den Aufräumungsarbeiten, der zum Teil eingestürzten Häuser, begonnen. Es waren ca. 180 Feuerwehrmänner im Einsatz.

Das Kommando der FF-Baumgartenberg war drei Tage und vier Nächte ununterbrochen im Einsatz.

Juni 1965

Wegen Hochwasser mussten am 11. und 12. Juni 1965 siebenundfünfzig Kameraden unserer Wehr in Mettensdorf und Pitzing in den Einsatz gehen um Vieh auszubringen und den Hausrat sowie Elektrogeräte zu bergen.

2. Juli 1975

Durch die ununterbrochenen Regenfälle trat die Donau über die Ufer und es wurde Hochwasseralarm gegeben. Unsere Wehr rückte um acht Uhr abends aus und musste in der Nacht sowie am darauffolgenden Tag 16 Objekte räumen.

Dabei wurden auch 75 Stück Vieh und 114 Stück Schweine in Sicherheit gebracht. Insgesamt waren 60 Mann im Einsatz.

Dieses Foto zeigt das Gasthaus Untermühle beim Hochwasser 1981. Der Höchststand war knapp unterhalb des Stiegengeländers 20. - 22. Juli 1981

Bis Mittwoch abends mußten 21 Häuser in Mettensdorf und Pitzing geräumt werden. 125 Rinder und ca. 300 Schweine wurden ausgebracht. Unsere Wehr war mit 56 Mann 1039 Stunden im Einsatz.

Von den zu Hilfe gerufenen Feuerwehren waren die FF-Perg mit 10 Mann, die FF-Klam mit 5 Mann und die FF-Pergkirchen mit 10 Mann im Einsatz.

7. - 10. August 1985

18 Häuser und weitere 20 Keller wurden in Mettensdorf und Pitzing geräumt. 84 Stück Rinder, 94 Schweine und 6 Schafe wurden in Sicherheit gebracht.

98 Feuerwehrmänner waren 1338 Stunden im Einsatz.

Höchststand des Hochwassers 1991 beim Haus Mettensdorf 21 (Schwaighofer). 1. - 4. August 1991

In der Gemeinde Baumgartenberg war eine Fläche von ca. 500 ha. überschwemmt.

55 Objekte mußten evakuiert werden. 435 Stück Großvieh, 1.100 Schweine und 40 Stück Kleinvieh wurden ausgebracht.

Von unserer Feuerwehr waren 100 Mann 5.063 Stunden im Einsatz und leisteten Übermenschliches.

Höchststand beim Hochwasser 1991. Ein Blick auf die Häuser Mettensdorf 26 (Lang), Mettensdorf 9 (Froschauer) und Mettensdorf 8 (Baier). Von der Brücke über die Naarn ist nur mehr das Kreuz zu sehen. Unterstützt wurden wir von den Freiwilligen Feuerwehren Allerheiligen, Pergkirchen, Rechberg und Windhaag.

Außerdem wurden die FF Walding und Ottensheim mit je einem Arbeitsboot vom Landesfeuerwehrkommando zu uns abgeordert.

Bei den Aufräumungsarbeiten waren außerdem die Feuerwehr der Stadt Wels mit 20 Mann und das Bundesheer mit 30 Mann vom Panzerstabsbataillon 4 aus Ebelsberg im Einsatz.

März 2002

Fast 11 Jahre kein Hochwasser. Das letzte im August 1991. Für die jüngeren Feuerwehrkameraden war das Wort „Hochwasser“ fast schon ein Fremdwort.

Im März 2002 war es dann soweit. Auf Grund der Berichte war es uns jedoch möglich rechtzeitig mit den Betroffenen die nötigen Evakuierungsschritte einzuleiten. Als Einsatzleitstelle fungierte der im Jahr 1994 im Obergeschoß des Mettensdorfer Zeughauses eingerichtete Raum.

Dank der Mithilfe der Feuerwehren Hueck-Folien, Arbing und Naarn war es möglich, die Aufräumungsarbeiten in kürzester Zeit zu erledigen.

Augusthochwasser 2002

1 Welle

Das Augusthochwasser kam in zwei Wellen. Während uns die erste Welle noch so halbwegs verschonte traf es Schwertberg und Perg voll. Am Freitag und Samstag waren wir in diesem Gebiet unterwegs. um bei den Aufräumungsarbeiten zu helfen. Zu diesem Zeitpunkt glaubten wir noch, in Baumgartenberg mit einem blauen Auge davongekommen zu sein.

2 Welle

Am Montag ging es dann wieder los. Die Prognosen waren fürchterlich, jedoch in Hinblick auf das, was dann wirklich auf uns zukam, fast harmlos. Ziel der Einsatzleitung war, den Bereich Mettensdorf und Pitzing bis zur Nacht zu räumen was dann auch weitgehend gelang. In der Nacht von Montag auf Dienstag (03:00—04:30) gelang es, noch 18 Rinder sowie ein Auto auszubringen.

Der Dienstag war dann geprägt von viel Ungewissheit, wie weit das Wasser wirklich noch steigen würde. Es gab keinerlei Prognosen seitens übergeordneter Stellen. Das Ganze war schlicht und ergreifend eine „Kaffeesudleserei“. Zu Beginn des Nachmittags entschlossen wir uns, im Bereich von Baumgartenberg mit dem Ausräumen der Keller und Erdgeschoße zu beginnen. Viele Auswärtige Feuerwehren halfen den Betroffenen.

Um ca. 18:00 Uhr entschloss sich die Einsatzleitung die Zivilschutzwarnung auszulösen, da abzusehen war, dass der Ortskern überflutet werden würde. Durch dieses Sirenensignal wurde in vielen Baumgartenbergern ein Ruck ausgelöst. Die Hilfsbereitschaft war unwahrscheinlich und in den Stunden nach dem Alarm wurden viele Sachwerte in Sicherheit gebracht.

In den Nachtstunden wurde der Weg bei der Bruderausiedlung überflutet, wodurch der gesamte Bereich bis zu den Tennisplätzen unter Wasser gesetzt wurde. Um ca. 04:30 war der Höhepunkt erreicht.

Die ganze folgende Woche war gekennzeichnet von den Aufräumungsarbeiten. Viele auswärtige Feuerwehren, Bundesheereinheiten sowie freiwillige Helfer halfen mit, das Chaos zu beseitigen.

Im nachhinein betrachtet haben sich die meisten Entscheidungen welche von der Einsatzleitung getroffen wurden als gut herausgestellt.

Baumgartenberg unter Wasser2002-08-13_xxhxx_2000_Mettensdorf2002-08-14_18h17_Stift Baumgartenberg

Kommandant Hochgatterer möchte allen Helfern danken und einige, welche in der Einsatzleitung ihren Mann stellten, speziell mit Namen nennen:

  • Bgm. Kastner Erwin: Als behördlicher Einsatzleiter hatten wir die beste denkbare Zusammenarbeit.
  • Kdt.Stv. Haslinger Roman: Trotz der eigenen Misere war er im Stab engagiert.
  • BI Leonhardsberger Siegfried: Auch selbst betroffen organisierte er die Ölentsorgung vorbildlich.
  • AW Guttmann Josef: Bis zu seinem Absturz von der Leiter sorgte er als Zeugwart für das nötige Einsatzmaterial.
  • AW Guber Johann, HBM Gusenbauer Karl und HBM Dirringer Christian: Sie organisierten die Schreibstube und verteilten die angeforderten Einsatzkräfte bei den Aufräumungsarbeiten sowie dokumentierten das Geschehen fotografisch.
  • HBM Lettner Harald: Das Elternhaus war auch betroffen, trotzdem organisierte er hauptverantwortlich den Einsatz und die Koordination der Bundesheerkräfte
  • Durstberger Franz: Einsatzstab und Betreuung der fremden Einsatzkräfte.
  • Killinger Rudolf: Er organisierte über fast zwei Wochen hinweg die Versorgung der Einsatzkräfte und der betroffenen Bevölkerung.
  • Mayrhofer Franz: Er organisierte die Müllbeseitigung über die Bauernschaft bestens.

Es gäbe noch viele Namen aufzuzählen, die durch ihre Hilfe maßgeblich zum reibungslosen Ablauf dieses Großeinsatzes beigetragen haben.

Spenden für betroffene Feuerwehrkameraden:

Aus Michelbach in Kärnten, Zell am Ziller, Marchtrenk und von Pfarrer Johannes Blaschek haben wir Spenden für die betroffenen Feuerwehrkameraden bekommen. Diese namhaften Beträge haben wir aus der Kameradschaftskasse aufgestockt und den Kameraden zukommen lassen.

Die Fa. Berner und die Raiffeisenbank Baumgartenberg hat uns Spendenmittel für den Ankauf eines Nasssaugers mit Abpumpautomatik zukommen lassen. Wir danken allen Spendern für ihre Hilfsbereitschaft.

Leben mit der Donau

Leben mit der Donau

Die Donau ist nach der Wolga der größte Strom Europas. Sie durchfließt von ihren Quellflüssen „Brigach“ und „Brege“ im Schwarzwald bis zur Mündung in das Schwarze Meer 10 Staaten und weist eine Länge von etwa 2880 km und ein Einzugsgebiet von ca. 817.000 km² auf. Das entspricht einem Zwölftel von Europa. Bei uns ist die Donau bereits 790 km lang und das dazugehörige Einzugsgebiet umfasst bereits ca. 100.000 km².

Oberlauf

Dieser Abschnitt reicht von der Quelle bis zur Marchmündung. Die gesamte österreichische Strecke von Passau bis zur Staatsgrenze unterhalb von Hainburg - das sind ca. 350 km - liegen also im Oberlauf. Hier weist die Donau auf Grund des Gefälles und der relativ hohen Fließgeschwindigkeit die Charakteristik eines Gebirgsflusses auf. Die Wassergeschwindigkeit der Donau kann bei Hochwasser bis zu 12,5 km/h erreichen. Das Gefälle der österreichischen Donau beträgt mehr als 150 m, im Durchschnitt 43 cm/km, das ist mehr als auf den restlichen 1880 km bis zur Mündung.

Mittellauf

Diese Donaustrecke beginnt bei der Marchmündung und endet beim „Eisernen Tor“, bei Stromkilometer 950. Hier hat die Donau schon eine langsamere Fließgeschwindigkeit und ein verästeltes Flussbett mit sandigem Untergrund.

Unterlauf

Dieser Abschnitt reicht vom „Eisernen Tor“ bis zur Mündung. Hier fließt die Donau bereits sehr träge, verzweigt durch zahlreiche Inseln und Kanäle ins Schwarze Meer. Die drei großen Mündungsarme, der Kilia-Kanal, der Sulina-Kanal und der St.Georgs-Kanal bilden das 4.800 km² große Donaudelta, welches sich jährlich ca. 50 m ins Meer vorschiebt.

Donauhochwässer

Für die Hochwassereinwirkung in unserem Gebiet sind die bayrische Donau, der Inn und die größeren Voralpenflüsse Traun und Enns von wesentlicher Bedeutung.

Der Inn bringt bei Passau in der Regel doppelt so viel Wassermenge als die Donau, da in den Alpen höhere Niederschläge auftreten.

Zu Extremhochwässern kommt es dann, wenn das gesamte Donaueinzugsgebiet längere Zeit überregnet wird. Weiters können Überlagerungen von Regen- und Tauwetter in den Alpen die Situation verschärfen.

Vor der Regulierung der Donau in Oberösterreich (1825 - 1905) verursachten insbesondere Eisstöße außergewöhnliche Wasserspiegelanhebungen, die durch ihr rasches Auftreten besonders große Katastrophen auslösten.

Statistisch gesehen treten die Donauhochwässer am häufigsten im Sommer (Juli/August) auf. Wie die Statistik zeigt, überwiegen die Regenhochwässer sowohl an Häufigkeit als auch an Höhe.

Autor: OAWÖR. Karl Froschauer Baumgartenberg